Direkt von der Couch

Dienstag, 31. Mai 2011

"Das Buch ist schwerer als mein iPad"

Spontaneität gehört zu meinen Stärken (und zuweilen auch Schwächen). Und für Menschen, die ebenso ticken wie ich, hege ich eine gewisse Sympathie. Dies darf durchaus auch als Kompliment für meinen Couchgesprächspartner Masoud Kamali verstanden werden. Denn den 50-jährigen Organisator der diesjährigen webinale in Berlin schnappte ich mir gerade kurzerhand für ein Vieraugen-Gespräch. Auf einer Couch in der Lobby des Maritim pro Arte Hotels sprachen wir über die Veranstaltung, sein Privatleben und ein bisschen über die Zukunft.
 
Gleich zu Beginn unserer spontanen Begegnung mache ich deutlich, dass es mir weniger um einen Bericht über die webinale geht. Vielmehr möchte ich Dinge über Masoud Kamali erfahren, die nicht offensichtlich sind, die sich hinter den Kulissen des Events abspielen oder in welchen Bereichen der gebürtige Perser sich sonst noch aktiv engagiert. Die Zeit ist denkbar knapp. Das Programm der webinale ist unter anderem vollgepackt mit Vorträgen rund um das Thema Social Media und ich möchte möglichst jedes einzelne Referat in mir aufsaugen. „Ich nehme mir so viel Zeit für sie, wie sie brauchen“, sagt Kamali. Und dann will ich doch zuerst etwas zu seinen Gedanken über die „Web Konferenz“ wissen.

„Insgesamt nehmen rund 1200 Menschen an der Veranstaltung teil“, erklärt er und ich falle ihm gleich ins Wort. „Dann haben sie sicher auch mit allerhand Problemen im Hintergrund zu kämpfen, oder“, hake ich ein. Er lacht und sagt: „Das soll jetzt keine Angeberei sein, aber wir organisieren seit 1996 Konferenzen auf der ganzen Welt. Man kann schon sagen, dass wir ein eingespieltes Team sind“. In diesem Jahr sei bisher alles reibungslos verlaufen. „Aber natürlich wird man immer wieder mit Dingen konfrontiert, wo Improvisation gefragt ist“, sagt er und grinst. „Zum Beispiel?“, will ich wissen.

„Vor zwei Jahren hatten wir die Star-Köchin Sarah Wiener zu uns eingeladen“, so Kamali. Sie sollte für die Teilnehmer das Essen zubereiten. Offensichtlich habe es ein Verständigungsproblem gegeben, denn die Köchin zauberte zwar herrliche Gedecke. Allerdings seien die Portionen so knapp bemessen gewesen, dass „wir jedem Teilnehmer einen zehn Euro Schein in die Hand gedrückt haben, damit die ihren Hunger im gegenüberliegenden MC Donald’s stillen konnten“.  So eine große Konferenz ist für jeden Teilnehmer auch eine Anstrengung und da will der Magen ausreichend gefüllt sein. „Deswegen haben wir in diesen Tagen auch ein reichhaltiges Büfett organisiert“, erklärt der studierte Informatiker und Philosoph.

Wenn er aber gerade nicht mit der Organisation von Events dieser Art beschäftigt ist, womit dann? Wieder zieht sich ein Schmunzeln über sein Gesicht. Er habe sein Hobby zum Beruf gemacht und überhaupt sehe er es auch als eine Art Berufung an, das Thema Internettechnologie weiter in der Gesellschaft, vor allem in der Politik, zu manifestieren. „Ich sage immer, Regierende der Zukunft müssen sich in diesen Bereichen auskennen. Ich erinnere mich immer wieder gerne an ein Interview mit dem Christian Ströbele und anderen Politikern, die von Kinderreportern zum Thema Internet befragt worden sind und nicht wussten, was ein Browser ist.“ (Das Interview gibt es hier bei youtube)

Das könne seinem dreijährigen Sohn nicht passieren. Denn der könne mittlerweile ohne Probleme das iPad vom Papa bedienen, suche sich eigenständig youtube-Musikvideos von Johnny Cash heraus oder schaue sich Flugzeuge einer großen deutschen Airline an. Ob Kamali seinen Sohn schon als Referent für die webinale im kommenden Jahr vorgemerkt habe, will ich scherzhaft wissen. „Gar nicht so abwegig“, lacht Masoud Kamali und schiebt dann doch etwas ernst hinterher: „dafür bleibt aber doch noch etwas länger Zeit“.

Doch die Förderung des Nachwuchses ist ohnehin ein großes Thema für Kamali und einige seiner Mitstreiter. Er erzählt mir von dem Projekt „Develope your future“. Dabei ginge es darum, benachteiligten Kindern und Jugendlichen den Zugang zur IT zu ermöglichen. „Wir sind gerade dabei, eine entsprechende Stiftung zu gründen. Die Branche schreit förmlich nach qualifizierten Fachkräften. Mit der Stiftung können wir unseren Beitrag zur möglichen, späteren Jobvermittlung leisten und tun dabei etwas Gutes für den Nachwuchs.“

Und hat ein Masoud Kamali auch ein Privatleben oder ergeht es ihm wie Viele (mich eingeschlossen), die Zuhause nicht vom Beruf abschalten können? „Ich nutze meine Freizeit sehr intensiv mit Dingen, die nichts mit meinem Job zu tun haben“, sagt er. So gehe er gerne ins Kino – das allerdings lieber alleine, denn „wozu brauche ich jemanden, der neben mir sitzt?“ -, mag gerne ausgedehnte Spaziergänge mit seiner Familie, trifft Freunde. Es bleibe ihm sogar Zeit fürs Lesen. Erst kürzlich habe er sich das Buch „Karte und Gebiet“ von Michel Houellebecq gekauft. Er betont: „Das ist ein richtiges Buch. Mit Seiten. So richtig physisch.“ Er – der fast keinen Schritt ohne sein iPad macht – hat dabei eine wundersame Beobachtung gemacht: „Das Buch ist schwerer als mein iPad!“

Wir müssen beide lachen. Und ich finde, es war ein sehr interessantes „Fast Forward Couchgespräch“, hier in Berlin, auf der Ledercouch…

P.S. Ein herzliches Dankeschön an die Fotografin Ivi Roberg für ihren ebenso spontanen Einsatz und die Bereitsstellung der Fotos. :-)

Freitag, 27. Mai 2011

Holt mich auf die Couch!

Schon mal vorab: So ein Couchgespräch, wie ich es jüngst mit Enie durchgeführt habe, bedeutet doch schon einen kleinen Aufwand. Mit kurzer Vorbesprechung, Anreise, eigentlichem Couchgespräch und Nachbereitung sind mal schnell zwei Tage verplant. Und da ich dieses Projekt ausschließlich in meiner knapp bemessenen Freizeit organisiere, kann ich künftig wohl nur mit zwei Beiträgen im Monat dienen.
 Um aber auf eine Vielzahl von möglichen "Couchkandidaten" zurückzugreifen, habe ich mich entschlossen, an dieser Stelle einen Aufruf zu starten: Holt mich auf die Couch!

Wer von Euch kennt jemanden, über den man an dieser Stelle berichten könnte? Der auch Spaß an einem Couchgespräch hätte. Dabei geht es nicht darum prominent zu sein. Mich interessieren die Menschen von nebenan, die vielleicht sogar noch eine spannende Geschichte zu erzählen hat.

Was macht zum Beispiel der Eisverkäufer im Winter? Was macht ein Taxifahrer in seiner Freizeit (oh, da habe ich schon einen echt interessanten Kandidaten, den muss ich gleich mal kontaktieren)? Was treibt den Flaschensammler zum Flaschensammeln? Die Themen sind vielfältig. Und wenn sich da noch eine prominente Persönlichkeit findet, sage ich auch nicht ab. ;-)

Eure Vorschläge könnt Ihr gerne hier per Kommentar posten (ich würde mich dann per Mail mit den entsprechenden Kommentatoren in Verbindung setzen - sofern die richtige E-Mail Adresse angegeben worden ist) oder auch direkt per Mail mit dem Betreff "Couchgespräch" an couchtalk(at)deutschland.ms schicken. Ich werde mir dann eine Liste anfertigen und mich bemühen, sie zügig abzuarbeiten.

Also, ich bin gespannt auf Eure Vorschläge!

Lieben Gruß aus dem wetterunbeständigen Osnabrück,

Daniel

Donnerstag, 28. April 2011

Enie van de Meiklokjes - weder schräg noch schrill!

Vor einigen Wochen berichtete ich von meiner neuen Idee, mit der ich den Blog mit neuen interessanten Inhalten füllen möchte: die Couchgespräche. Nun ist es endlich soweit. Der erste Bericht steht (sozusagen zum "Warm werden"). Und wie es der Zufall will, durfte ich beim ersten Gespräch gleich auf der Couch einer bekannten Persönlichkeit Platz nehmen. TV-Moderatorin Enie van de Meiklojes war sofort von der Idee begeistert und lud mich zu sich nach Berlin ein.

Moment mal, werden sich einige Leser nun fragen, wieso ausgerechnet Enie van de Meiklokjes? Die hat er doch zuletzt Anfang 2010 bei der SWR-Talkshow „Samstagabend“ getroffen. Nun, mein Leben ist voller Zufälle. So auch die Begegnungen mit Enie. Zwischenzeitlich hat nämlich eben einer dieser Zufälle zugeschlagen. Denn wir zwei sind uns im Zuge meiner Arbeit in den vergangenen Monaten mehrfach begegnet. Für die Firma Dennerle, die ich in Sachen PR berate und vertrete, steht die berühmte TV-Moderatorin dieses Jahr als Testimonal zur Verfügung. Die Entscheidung des pfälzischen Unternehmens für Enie van de Meiklokjes fiel leicht: „Mit ihrer jugendlich einzigartigen Präsenz, gepaart mit fundiertem Grundwissen in der Aquaristik, spricht sie in höchstem Maße unsere Zielgruppen an“, erklärte damals Thomas Feierabend (der Marketingchef). Denn, was viele nicht wissen: Van de Meiklokjes ist selbst leidenschaftliche Aquarianerin, verfügt über mehrere „Wasserwelten“. Darüber hinaus hat sich die junge Entertainerin einen Namen im Lifestyle-Bereich, etwa im Zuge der aktiven Moderation des TV-Formates „Wohnen nach Wunsch“ gemacht.

Aufmerksame Leser haben die Aquarieneinrichtungs-aktion bei uns im Büro mitverfolgt. Und ja, ich mache auch keinen Hehl daraus, dass es natürlich passt, dass die Firma, die uns das Becken zur Verfügung gestellt hat, zugleich unser Kunde ist. Nun sei es drum, im heutigen Blogbeitrag geht es vorrangig um das Treffen mit Enie in Berlin. Aber einfach nur auf der Couch zu sitzen und zu klönen, das war uns zu langweilig. Also, haben wir uns eine Aktivität einfallen lassen, bei der wir nebenbei ins Gespräch kommen können. Und was passt besser als (Richtig!) ein Aquarium einzurichten. Das musste aber zunächst gekauft werden.

Wir finden uns also in einer Futterhaus Filiale im Berliner Stadtteil Biesdorf wieder. Und ehe ich mich versehe, plaudern Enie und der freundliche Verkäufer (der auf den Namen Carlo Kantwerk hört) schon fröhlich drauf los. Und ich spiele das Mäuschen. Sie habe ein Faible für die Farbe Weiß (laut Wikipedia die hellste aller unbunten Farben). Doch weiße Pflanzen stehen gerade nicht zur Wahl, also entscheidet sich Enie für etwas Grünes, das später in ihrem neuen Aquarium Platz finden soll.

Eigentlich wollen wir ja „nur ganz kurz in den Laden hüpfen und das Material holen“, höre ich mich noch sagen. Da habe ich aber die Rechnung ohne Enie gemacht. Ihre Begeisterung für die Aquaristik ist nicht zu übersehen. Mit leuchtenden Augen wandert sie die Verkaufsbecken ab, in denen sich überall schillernde (und auch weniger schillernde) Fische tummeln. Nur einmal wird sie kurz unterbrochen. Von einer jungen Frau, die höflich fragt, ob sie ein Foto von der bekannten Persönlichkeit machen darf. Genauer gesagt darf ich das Foto dann machen.

Wie wir danach dann auf das Thema Muränen kommen, das kann ich nicht sagen. „Ich mag die Viecher nicht“, sagt Enie. Carlo, offensichtlich ausgewiesener Muränen-Fan, will die schöne Moderatorin überzeugen und zeigt ihr ein Buch – voller Abbildungen mit den aalartigen Knochenfischen. „Neee, bäääh, die sehen nicht hübsch aus“, sagt sie. Da hat Carlo einen Einfall! Hatte Enie nicht soeben noch von der Farbe Weiß geschwärmt? Er blättert ein wenig in dem Buch und zack, da ist sie, die weiße Muräne. Und da ist es wieder, das Strahlen in Enies Augen. „Na, dafür könnte ich mich ja noch erwärmen“, sagt sie mit einem unverwechselbar Berliner Akzent und wir können gehen (aber nicht ohne das sich Frau van de Meiklokjes noch mit Hundeprodukten für ihren Mischling „Felix“ zudeckt).

„Wie kommst Du eigentlich zur Aquaristik“, frage ich. Mittlerweile sind wir mit dem Einkauf in ihrer Wohnung im Stadtteil Friedrichshain angekommen und bereiten die Einrichtung des Aquariums vor. „Früher hatte doch irgendwie jeder ein Aquarium. Unsere Familie auch. So war das jedenfalls bei uns im Osten“, verrät sie. Damals habe sie selbst ein sehr kleines Becken mit einem Kampffisch gehabt, wollte dann aber bald mehr Fische haben und legte sich ein größeres Aquarium zu. „Das war aber ein ganz schlichtes Glasbecken“, sagt sie. „Nicht so edel mit besonderem Licht und Abdeckklappen.“ Mittlerweile habe sie aber wieder kleinere Aquarien lieber. Die müssten dann auch nicht unbedingt mit Tieren besetzt werden. „Mit ein paar Pflanzen und Deko-Elementen wertet so ein Lifestyle-Becken eine Wohnung ganz schön auf“, sagt Enie. Und sie muss es wissen. Ist die Berlinerin (wie bereits oben erwähnt) in den vergangenen Jahren doch besonders als Moderatorin der TV-Einrichtungsshow „Wohnen nach Wunsch“ in Erscheinung getreten.

Ich merke, wie sich schon einige neue Einrichtungsideen in ihrem Kopf tummeln. Vielleicht sollte sie auch eine dekorative Couch in ihre Überlegungen mit einbeziehen. Denn schon bald sollen Garnelen ins neue Aquarium Einzug halten. Die könnten es sich auf dem Unterwassersofa dann „bequem“ machen. Bei der Auswahl der Tiere hofft Enie auf den Rat eines sehr guten Freundes: Dr. Hans-Joachim Herrmann. Auch der muss es wissen, schließlich ist er unter anderem Herausgeber des Aquaristik Fachmagazins.

„Ist eigentlich Couchsurfing etwas für dich“, frage ich Enie. Sie verzieht ein wenig das Gesicht und antwortet mit einem charmanten Berliner Akzent: „Nein, ich habe in meinem Leben schon so viele fremde Sofas gesehen. Und ich weiß, was sich da so unter mancher Couch tummelt.“ Dabei seien Wollmäuse noch die angenehmsten Erscheinungen. Überhaupt bereite ihr die Vorstellung, in fremden Wohnungen zu übernachten, Unbehagen. „Da entwickelt man doch Phobien etwa gegen fremde Handtücher, Bettwäsche und so weiter“, sagt sie und berichtet im gleichen Atemzug von einer Freundin, die regelmäßig zu Besuchen ihre eigenen Handtücher und eben Bettwäsche mitnimmt. Oder man müsse ständig mit offenen Augen schlafen, weil vielleicht der Rottweiler des Gastgebers im gleichen Raum übernachtet.

„Deine Idee finde ich aber sehr witzig und bekloppt“, grinst sie. Eine tolle Aktion, aber eben nichts für sie persönlich. „Das Besondere an deiner Reise waren sicher die Begegnungen mit den vielen Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen und entsprechenden Mentalitäten.“ Da kann ich nur vehement mit dem Kopf nicken. „Ja, jeder Tag brachte mir eine neue, ganz besondere Begegnung“, sage ich. Und ich erinnere mich an die Begegnung mit der Frau, die ein paar Stunden zuvor zusammen mit Enie abgelichtet werden wollte. „Passiert dir das sehr oft, dass dich die Menschen auf der Straße ansprechen“, frage ich neugierig. „Wenn sie sich trauen, dann schon“, so Enie. Was sie aber doch ein wenig nerve ist, dass die meisten Menschen sie „wie selbstverständlich duzen“. Es nehme ein Stückweit die Distanz, die doch eigentlich zwischen fremden Personen bestehen sollte. „Außerdem kann ich auch nicht verstehen, dass mich die Leute für schrill oder schräg halten. Das bin ich einfach nicht.“ Ich vermute, dass ihr dieses Image noch aus der Zeit als ganz junge Moderatorin beim Musiksender VIVA „anlastet“, muss ihr dann aber zustimmen, dass sie auch damals nicht „schrill oder schräg“ war, sondern einfach nur ihren eigenen persönlichen Stil hat. Und der hat weit mehr mit Seriosität zu tun als mit jugendlichem Heißsporn.

Apropos „Seriosität“. Der Ernst des Lebens verlangt so manche Entscheidung. Abschließend will ich von Enie wissen, wie ihre Zukunftspläne aussehen und wohin sie das seriöse Leben führen soll. „Eigentlich darf alles so chic bleiben, wie es ist. Mir geht es gut“, antwortet sie sichtlich zufrieden und knuddelt dabei ihren Hund Felix. Aber Interesse an einem neuen TV-Format hätte sie schon. „Dann muss es aber was ganz Neues sein“, sagt Enie.

„Ist gut“, antworte ich. „Ich lasse mir was einfallen!“

Samstag, 16. April 2011

Phils Weltreise-Gepäcktipps

"Pack' die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein...", forderte die kleine Conny Froboess vor genau 60 Jahren im gleichnamigen Lied auf.

Doch in diesem Blogbeitrag geht es dieses Mal nicht um einen Ausflug zum Strandbad Wannsee, sondern um die ganz großen Reisen. Besonders als Couchsurfer. Einer meiner Gastgeber aus Japan, Philip Cotsford, hat in einem Video die wichtigsten Gegenstände aufgeführt, die meines Erachtens zu einer sehr guten Ausrüstung für längere (Welt)Reisen als Couchsurfer gehören.



Klickt aufs Bild um zum Video zu gelangen


Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Leser noch an meine Begegnung mit Philip. Er hat mir damals eine Lehrstunde zum Thema Japanische Kultur gegeben, was ich hier auch festgehalten habe. Nun, Philip hat im Sommer vergangenen Jahres nach langer Zeit Tokio verlassen, um auf einer Reise um die Welt mit verschiedenen Video-Dokumentationen von Menschen zu berichten, die Gutes tun. Für diese Reise hat er viele Jahre gespart und sein Geld in Japan als Englischlehrer und Schauspieler verdient.

In wenigen Monaten führt ihn sein Weg auch nach Deutschland. Ich habe ihm versprochen, dass ich ihm dieses Mal etwas zum Thema "Deutsche Kultur" beibringen werde. Ich habe auch schon eine ziemlich genaue Vorstellung, was es sein wird. Der Spruch "Hopfen und Malz, Gott erhalt's" hat jedenfalls damit zu tun. Hat jemand von Euch noch eine Idee, was ich dem Phil von unserer Kultur näher bringen könnte? Jeder Hinweis wird dankbar angenommen. Selbstverständlich halte ich diese erneute Begegnung mit Phil in Bild und Ton fest und poste es dann hier.

So, nun aber zur Packliste. Klickt einfach auf das obige Bild und Ihr werdet zum entsprechenden Video weitergeleitet.

Lieben Gruß,
Daniel

P.S. Das erste Couchgespräch ist geführt. Enie van de Meiklokjes und ich plauderten in ihrer Heimatstadt Berlin und richteten dabei ein Nano Cube ein. Mehr dazu in wenigen Tagen hier... ;-)

Der Couchhopper in der HAZ

Sozusagen frisch aus der Druckerpresse: Heute erreichte mich ein Link von der HAZ (Hannoversche Allgemeine Zeitung). Er führte mich zu einem echt lesenswerten Artikel von Ann-Kathrin Seidel. Nicht nur, weil ich darin auch erwähnt werde - aber auch deswegen. Vor einigen Tagen hat sie mich angerufen und mir ein langes Gespräch mit mir über meine Erfahrungen zum Thema Couchsurfing geführt.

Den Auszug aus dem Artikel will ich Euch hier nicht vorenthalten:
(...) Ist das Profil erstellt, geht es an die Suche nach Gastgebern. Dabei ist eine sorgfältige Auswahl ratsam. Daniel Hopkins achtet bei seinen Gastgebern auf die Erfahrungsberichte und Bewertungen, die andere Reisende auf deren Profilen hinterlassen haben. „Wenn einer nicht mindestens fünf positive Beiträge hat, wähle ich ihn nicht aus“, sagt der 33-jährige Osnabrücker. Und damit scheint er gut gefahren zu sein: Im Herbst 2009 umrundete Hopkins in 80 Tagen den Globus, bereiste sechs Kontinente und kam jeden Abend bei einem anderen Gastgeber unter.
„Ich habe die verrücktesten Zufälle erlebt, schlechte Erfahrungen dagegen kaum gemacht“, erzählt Hopkins. Einmal habe er in Südafrika bei einem Farmer übernachtet, den gerade seine Geliebte verlassen hatte – und dann 14 Tage darauf zufällig bei jener Frau in Dubai. „Als ich ihr Bilder von ihrer eigenen Couch aus Südafrika zeigte, wäre sie fast umgekippt“, erinnert sich Hopkins.
Auf fremden Sofas übernachten – das ist nicht für jeden das Richtige. Die wichtigste Qualität, die Reisende und Gastgeber mitbringen müssten, sei Weltoffenheit und die Bereitschaft, seine Privatsphäre ein bisschen einzuschränken, meint Hopkins. „Meine Gastgeber haben mir immer das Gefühl gegeben, dass es egal ist, ob ich schwarz, weiß oder bunt bin.“

Der vollständige Text mit dem Titel "Komm auf mein Sofa" ist unter folgendem Link zu erreichen: http://www.haz.de/Freizeit/Reisen/Uebersicht/Couchsurfing-Komm-auf-mein-Sofa

Ich wünsche kurzweilige Lektüre!

...und ein angenehmes Wochenende!
Daniel